Die neue Langsamkeit


  kaleizette


Auch »Shirley - Visions of Reality« (Ö 2013) von Gustav Deutsch ist sehr ruhig inszeniert. Das ist nicht weiter verwunderlich, geht es in diesem Film doch um Gemälde. Der Regisseur hat 13 Gemälde von Edward Hopper als Kulissen im Studio nachgebaut. In diesen Kulissen, die in Formen und Farben wie die Originalbilder wirken, befindet sich eine Frau. Ihre Bewegungen und laut geäußerten Gedanken zerstören die Illusion eines Gemäldes.

Shirley, so heißt die Person im Film, verknüpft die 13 Szenarien zu einer fiktiven Geschichte, die in den 1930er Jahren beginnt. Jedes neue Bild wird durch den Mitschnitt einer Radiosendung eingeleitet, die den zeitlichen Rahmen für die Szene absteckt. So wird anhand von Shirleys privater Zeitreise auch die US-amerikanische Geschichte in den Meilensteinen des 20. Jahrhunderts sichtbar.

>>> weiter zu Seite 4
<<< zurück zu Seite 2 1


Pressefoto zu Shirley - Visions of Reality