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kaleizette |
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Wie
der Regiepreis wurde auch der Technikpreis geteilt. Für die Kamera ging je ein Silberner
Bär an „Victoria“ (Deutschland) und an „Under
Electric Clouds“ (Russland, Ukraine, Polen)
„Victoria“
Der 1999 mit „Absolute Giganten“ bekannt gewordene Regisseur
Sebastian Schipper dreht mit „Victoria“, Achtung! Gauner-
statt Filmsprache, ein Ding im nächtlichen Berlin. Ahnungslosigkeit,
volles Risiko, Abhängigkeit von ranghöheren Ganoven und frisches
Verliebtsein sind die Zutaten für einen am Ende doch sehr blutigen
Parforceritt, der sich gewaschen hat. Frederick Lau, im Film heißt
er „Sonne“, spielt gerne Looser-Typen. In diesem Film verlieren
junge Menschen aus Arglosigkeit oder ist es doch Dummheit, jedenfalls Übermut
ihr Leben und „Victoria“ steht ganz bestimmt nicht für
Victory.
Die große Besonderheit ist, dass der gesamte Film in Echtzeit in
einem Take gedreht wurde. Das ist „echt ´n Ding“! Die
Eskalation Richtung Verderben zieht uns in einen derartigen Sog, dass
wir rufen möchten: „Halt, nicht tun! Renn weg!“ Aber
da hat diese mit dem Silbernen Bären belohnte Dreharbeit schon wieder
an Vorsprung gewonnen. Das Tempo des Films arbeitet längst im Unterbewusstsein
des Zuschauers. Die distanzierte Reflektion, wer, wann, wie die Kamera
hält, weicht dem Ringen nach Atem. Wir sind mittendrin.
Für den 1980 in Trondheim geborenen Kameramann Sturla Brandth Grøvlen
waren die 140 Minuten an einem Stück (!) auch eine „absolut
gigantische“ körperliche Leistung. Grøvlen filmte zuvor
das Drama „I Am Here“ von Anders Morgenthaler mit Kim Basinger
und Sebastian Schipper in den Hauptrollen. Schipper engagierte Grøvlen
anschließend für seinen eigenen Film „Victoria“.
Kinostart: 11. Juni 2015
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(Noch) glückliche Szene
aus „Victoria“: Frisch verliebt,
für „ Sonne“ (Frederick Lau) und Victoria (Laia Costa)
dreht sich alles im Kreis.
Foto: Berlinale
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