Berlinale 2015 - Preise im Wettbewerb


  kaleizette

"Under Electric Clouds“

Bei so vielen Filmen am Tag, lässt die Konzentration nach. Die Dialoge in russischer Sprache reflektieren Vergangenheit und Zukunft von dem, was früher Sowjetunion hieß. Wenn schnell gesprochen wird, fällt es nicht leicht, den englischen Untertiteln zu folgen. Oder waren es doch deutsche? Zuweilen gab es auch ein „Kreuzverhör“ in zwei verschiedenen Sprachen, in Gelb englisch, ganz in Weiß deutsch. Das Hirn mag dann noch alle Bilder, die gesprochene Sprache und die Musik verarbeiten.

Auf eine Handlung im engeren Sinne einer Geschichte verzichtet die Regie von Alexey German Jr.; sein Vater der Senior war ein berühmter russischer Regisseur. Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum. In Erinnerung bleiben bizarre Architektur-Ruinen als Metapher für den Ruin schlechthin. Musste die Kamera bei „Victoria“ stets hinterherhecheln und -hechten, so steht bei der „elektrischen Wolke“ eher die Komposition der Bilder im Vordergrund in einer Choreographie des Tanzes zwischen Mensch und Kamera, für es gleich zwei Verantwortliche gab: Sergey Mikhalchuk und Evgeniy Privin.

Herzlichen Glückwunsch!


In „Under Electric Clouds“ von Alexey German Jr. spricht die
bizarre Bildsprache oft „Beton“. Eine Ästhetik des Verfalls
reflektiert das Woher? und Wohin?
Foto: Berlinale