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Die Jagd | |
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auf den 54. Nordischen Filmtagen Lübeck 2012 Angeblich missbraucht. Annika Wedderkopp als die süße vierjährige Klara. Sie und Lucas sind ein Herz und eine Seele, doch dann nickt Klara an der falschen Stelle und das Unheil nimmt seinen Lauf. Erst reimt sie sich etwas zartes Hartes an Gerücht zusammen, dann prügelt blinder Hass den Lucas windelweich. Auch für den wissenden Zuschauer eine Qual. Spannend wie der Film das Problem angeht. „Die Jagd“ ist die gekonnte Umsetzung des Drehbuchs von Tobias Lindholm, der übrigens auch schon für Submarino verantwortlich zeichnete. In diesem Paradebeispiel wird ein kleiner idyllischer Mikrokosmos als Geburtsstätte der Gewalt entlarvt und seziert, wobei der Mechanismus der unter der Oberfläche stattfindenden Kettenreaktion filmisch umgesetzt und offengelegt wird. Es ist wie beim Krebs, aus gutem Gewebe wird in diesem Fall bösartiges Gerede mit zumindest beabsichtigt letalen Folgen.Wie ein Film im Film bohrt das Gefühl der Verunsicherung bei Klaras Vater Theo (dargestellt von Thomas Bo Larsen, ebenfalls aus dem Stammpersonal), dessen Sicht für die Täter-Opfer-Relation zunächst Adrenalin-bedingt völlig verstellt ist. Ein Lehrstück authentischen Kinos. Im Zusammenhang mit dem so emotional durchtränkten wie heiklen Thema Kindesmissbrauch wird person diesen Film als Beitrag zur Sonderabteilung des Selbstjustiz-Irrtums noch oft als Standardwerk zitieren. |
![]() Foto: Pressefoto |
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