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  kaleizette

Nordische Filmtage Lübeck 2015

Der englische Titel Land of Mine ist optimal, weil er einerseits sofort klar macht, worum es geht, „Land der Minen“. Mine heißt aber auch Bergwerk. Es sind so viele Minen, dass die Assoziation eines bergmännischen Abbaus von treffender Ironie ist. Zudem bedeutet der Titel auch: „Mein Land“. Für die Dänen ist es die mehr als geschundene und beschmutzte Heimat, für die Minenräumer verkörpern die Worte das (Über-)Lebensziel: Zurück zur Familie nach Deutschland.´

Der Titel „Unter dem Sand“ ist einerseits gut gewählt, andererseits irreführend, weil schon vergeben. Er steht für ein feinfühliges Drama über eine hochintelligente Frau, gespielt von Charlotte Rampling, die den Verlust des geliebten Ehemannes nicht verkraftet. Regie führte im Jahre 2000 François Ozon. Originaltitel: Sous le sable.

A War (Krigen)
Regie: Tobias Lindholm
Es gibt keinen sauberen Krieg, auch nicht für Blauhelme, könnte die Botschaft dieses Films in einem Satz lauten. Claus Pedersen, gespielt von Pilou Asbæk leitet als Offizier eine Einheit dänischer Soldaten in Afghanistan. In einen Hinterhalt geraten, trifft er eine Entscheidung, die mehrere Ziviltote zur Folge hat. Daheim in Dänemark wird der treue Familienvater als Kriegsverbrecher angeklagt. Durch eine Falschaussage kommt er frei. Dieser Anwärter-Film für den Auslands-Oscar provoziert eine nachfolgende Diskussion im Spannungsfeld zwischen Kriegsrecht, Verantwortung, dem Willen, Leben zu schützen, Ethik und Moral, die ebenso spannend werden dürfte wie der Film selbst.

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A War (Nordische Filmtage Lübeck ©Nordisk Film)